Geburtsbericht drittes Kind, Juni 2021

Unser erstes Kind wurde im Krankenhaus geboren. Ich hatte einen regelrechten Wehensturm, lag auf dem Rücken, schlussendlich wurde unsere Tochter mit Saugglocke, Dammschnitt und Kristellergriff geboren. Ich hatte danach das Gefühl, versagt zu haben.

Während ich mit unserem zweiten Kind schwanger war, sah ich den Film "Die sichere Geburt". Dadurch wurde mir klar, warum meine erste Geburt so gelaufen war und ich begann mit den Gedanken an eine Hausgeburt zu liebäugeln. Mein Mann war aber nicht begeistert von dieser Idee und so planten wir wieder eine Klinikgeburt.

Schlussendlich kam unser Sohn dann aber in einer sehr schnellen Geburt zu Hause zur Welt. Zum Glück konnte eine Freundin, Hebamme und in der Nachbarschaft wohnend, schnell her flitzen, so dass es ein tolles und kraftvolles Geburtserlebnis war.
So schön, dass wir gleich danach beschlossen hatten, sollten wir ein drittes Kind bekommen, soll diese Geburt eine geplante Hausgeburt werden.

Kaum hielt ich also den positiven Schwangerschaftstest in den Händen, nahm ich Kontakt zu Nicole auf. Sie hat sich schnell zurück gemeldet, wir haben uns am Telefon kennen gelernt und den ersten Vorsorgetermin vereinbart.
Während dieser dritten Schwangerschaft war ich kaum bei meiner Frauenärztin sondern habe mich hauptsächlich von Nicole und meiner erwähnten Hebammen-Freundin betreuen lassen. Ich habe das als super-entspannt empfunden.

Der errechnete Termin verstrich. Wir blieben ganz relaxed, kannten das doch von unserem ersten Kind, die bei 41+6 geboren wurde.
Diesmal also war ich bei 40+4 bei Nicole die dann am Ende der Untersuchung meinte, ihrem Gefühl nach ginge die Geburt bald los. Ich hab das nicht sehr ernst genommen.

Die Woche war sehr heiß und ich konnte abends schlecht einschlafen. An dem Abend auch, es wurde bald 12 Uhr bis ich endlich Schlaf fand. Und am Morgen um 4 Uhr aufwachte und hellwach war. Ich ärgerte mich. Nach 15 Minuten dann ein Ziehen, eine Übungswehe? Oder geht nun doch die Geburt los? Ich blieb liegen und hatte dann nochmal zwei, im Abstand von 15 Minuten, solcher "Zieh"wehen. Also absolut nichts schmerzhaftes, nur so ein unbestimmtes Gefühl. Um kurz vor 5 bin ich dann aufgestanden, war zu nervös um liegen zu bleiben, habe mich kurz geduscht und gerichtet und dann mit schlechtem Gewissen (aufgrund der Uhrzeit) meinen Mann vorsichtig geweckt. Er wollte, dass ich gleich Nicole und meine Mama (sollte kommen und sich um die beiden Großen zu kümmern) anrufe, das hab ich aber entrüstet abgelehnt. Wollte um die Uhrzeit nicht alle, wegen meiner Meinung nach wahrscheinich nichts, aufwecken.

Während mein Mann dann duschte wachte unser Sohn auf, ich habe ihm etwas zu frühstücken gemacht. Mein Mann kam um kurz vor halb 6 runter zu uns, da hab ich dann beschlossen, doch mal meine Mama und Nicole anzurufen. Habe aber zu beiden gesagt sie sollen sich in Ruhe fertig machen, was frühstücken und dann her kommen. Ich bin dann hoch, bin zwischen Schlafzimmer und Bad rumgelaufen, wollte meine Ruhe haben. Echte Wehen hatte ich da aber nicht. Nicole kam um 6 (sie hatte mein mach-alles-in-Ruhe nicht so für voll genommen). Ich hab ihr gesagt sie solle ruhig zuerst noch einen Kaffee trinken. Sie fing aber an alles herzurichten. Ein paar Minuten später meinte sie "zieht aber schon Maren oder?" Und erst da wurde mir irgendwie klar, ja tatsächlich, und ja, die Geburt beginnt. Nicole schickte meinen Mann und Sohn Handtücher im Backofen aufwärmen.

Und dann gingen die Wehen auch los, Schlag auf Schlag, sehr heftig und schmerzhaft. Ich stützte mich auf der Badkommode ab.
Mann und Sohn waren irgendwie in der Nähe, haben bisschen Bücher vorgelesen. Ich habe sie wahrgenommen aber mich auch nicht weiter mit ihnen beschäftigt. Mein Sohn, er ist drei, meinte dann mal, er sei froh, kein Mädchen zu sein, woraufhin wir alle lachen mussten. Um kurz vor halb 7 hörten wir, wie unsere Tochter aufwachte. Nicole sagte meinem Mann, wenn sie dabei sein will muss sie schnell kommen, das Baby kommt jetzt. Sie, die morgens sonst länger braucht um richtig wach zu werden, ist dann schnell dazu gekommen. Nicole hat dann noch Herztöne gehört, was mich in dem

Moment voll gestört hat, und mich dann angeheißen runter, in den Kniestand zu kommen. Das habe ich gemacht, musste aber meinen Kopf auf meine Hände abstützen und war somit im Hirtenstand. Ich dachte noch "Mist jetzt muss ich das Baby aber irgendwie nach oben schieben, entgegen der Schwerkraft", aber naja, konnte mich keinesfalls noch in eine andere Position bringen oder irgendwas mit Nicole besprechen. Das Köpfchen kam, aber die Wehe endete und ich habe es nochmal zurück rutschen lassen, hatte keine Kraft ohne Wehe zu drücken. Mit der nächsten Wehe kam das Köpfchen. Nicole befreite das Gesichtchen von der Fruchtblase, dann wurde auch der Rest geboren. 6:34 Uhr. Oh, es war geschafft! Was für ein überwältigendes Gefühl.

Die großen Geschwister kamen her und schauten ihren kleinen Bruder an. Nicole fragte meinen Mann ob er nicht ein paar Fotos machen möchte. Das war zuerst komisch, aber jetzt ist es doch total toll, von diesem Moment Fotos zu haben.
Wir legten uns dann ins Bett, noch ein paar warme Handtücher auf den kleinen Mann, streichelten und küssten dieses perfekte Menschlein.
Wenige Minuten später kam meine Mama, die die Geburt nun knapp verpasst hatte und es gar nicht fassen konnte.
Die Plazenta wurde geboren, die große Schwester durfte, wie sie es sich sehr gewünscht hatte, die Nabelschnur durchschneiden. Die U1 wurde durchgeführt.
Meine Mama versorgte mich mit leckerem Frühstück, half mir beim Duschen, bemutterte mich. Nicole erledigte Papierkram. Mein Mann machte die Kinder für den Kindergarten fertig und brachte sie. Dann verabschiedeten sich Nicole und meine Mama, und mein Mann und ich bewunderten unser Baby.

Noch ein paar Worte dazu, dass unsere großen Kinder (sie sind fünf und drei) bei der Geburt dabei waren. Wir waren uns im Vorfeld unsicher, ob das denn okay für sie und für uns wäre. Wir haben dann aber beschlossen, offen dafür zu sein und es auf uns zukommen zu lassen. Wir haben die Kinder etwas darauf vorbereitet und besprochen wie eine Geburt abläuft, was da passiert. Unsere Sorgen diesbezüglich haben wir im Vorfeld mit Nicole besprochen die uns, und v.a. meinen Mann, beruhigen konnte. Sie hat während der Geburt und auch während der Plazenta-Geburt alles ganz detailliert kommentiert, so dass die Kinder genau wussten was gerade passiert. Es war also nichts komisches oder geheimnisvolles.

Und so war auch unsere Stimmung nach der Geburt. Es ist etwas wunderbares, besonderes geschehen, aber trotzdem hat es sich ganz natürlich und "normal" angefühlt.

Nicole kam dann abends nochmal vorbei um nach dem Rechten zu sehen und hat mich auch im Wochenbett betreut. Als ich ein paar Tage nach der Geburt ein richtiges Tief hatte, mir eingeredet hatte ich hätte Stillprobleme und einfach erledigt war, hat sie mich erst ausheulen lassen und dann ermutigt, das hat so gut getan.

Ich kann Nicole als Hebamme von ganzem Herzen empfehlen. Sie hat eine ruhige und geerdete Art die einfach guttut. Die Wochenbettbetreuung war eine sehr schöne Zeit und wir waren dann wirklich traurig, als dann Nicoles letzter Besuch anstand.


Geburtsbericht aus der Sicht der Frau und des Mannes, März 2021 

 

##Mutter (Gymnasiallehrerin)

 

Nachdem Kind 1 und Kind 2 in zwei unterschiedlichen Kliniken zur Welt gekommen waren, und ich – vor allem im Rückblick – dadurch bei beiden

Geburten mehr Störungen erfahren als Hilfe erhalten hatte, sollte es bei Kind 3 nun eine Hausgeburt werden. Tatsächlich fasste ich diesen Entschluss recht spät in der Schwangerschaft.

Zunächst war klar für mich, dass ich wieder ins Krankenhaus fahren würde. Allzu viele Gedanken machte ich mir dazu nicht, ich war mit meinen beiden Großen daheim anderweitig beschäftigt. Je weiter die Schwangerschaft voranschritt, desto unwohler fühlte ich mich allerdings damit: Wieder unter Wehen ca. eine halbe Stunde Autofahrt, in der Klinik wieder erst mal 20 – 60 Minuten ans CTG (bei Kind zwei war ich tatsächlich zu Beginn fast eine Stunde am Wehenschreiber, was ich wirklich unangenehm fand), dazu noch die aktuell obligatorischen Corona-Schnelltests… das alles wirkte nicht sehr verlockend.

Das Thema Hausgeburt hatte ich immer mal wieder im Kopf, dachte mir aber, ich fände eh keine Hebamme dafür und außerdem sei ich nun auch viel zu spät dran. Erst als meine Nachbarin mir – ich war mittlerweile in der 27. SSW – von zwei Freundinnen erzählte, die ebenfalls im vergangenen Jahr hier im Ort zu Hause entbunden hatten, dachte ich mir: Fragen kann ich ja mal. Daraufhin habe ich Nicole über das Kontaktformular auf ihrer Homepage angeschrieben und wenige Tage später rief sie mich an mit der Info: Können wir gerne machen! Wow!

In den folgenden Tagen merkte ich, wie sich eine Anspannung in mir gelöst hatte und ich begann, mich wirklich auf die Geburt zu freuen. Im Vorfeld hatte ich dann noch ein paar Vorsorgeuntersuchungen bei Nicole, so dass wir uns noch etwas kennen lernen konnten, und auch die beiden Kinder freuten sich sehr, dass das Baby nun zu Hause auf die Welt kommen sollte (auch wenn die beiden in der Zeit zu Oma und Opa sollten).

Nach zwei sehr ähnlichen ersten Geburten (deutlicher Geburtsbeginn mit Wehen mitten in der Nacht, beide um die Mittagszeit geboren), rechnete ich auch dieses Mal mit einem ähnlichen Ablauf und wurde dann von sehr häufigen, z. T. auch schmerzhaften, Vorwehen schon Wochen vor Geburtsbeginn überrascht. Einige Tage vor dem errechneten Termin begann es, dass ich jeden Abend etwa zur selben Zeit deutliche Vorwehen hatte, so dass ich, als die Geburt begann, zunächst gar nicht sicher war, ob es nun wirklich losgeht. Gleichzeitig dachte ich aber auch, irgendetwas sei anders – es war der Abend vor dem errechneten Geburtstermin – und so schrieb ich kurz nach neun an Nicole, dass ich denke, es ginge los. Dann legte ich mich erst mal ins Bett, um noch etwas zu schlafen und Kraft zu sammeln. Als ich zwei Stunden später aufstand, sah ich, dass Nicole mir geschrieben hatte: Ich solle mich melden, wenn die Wehen bleiben, sonst fahre sie noch weg in der Nacht. Daraufhin rief ich sie gleich an – mittlerweile war sie natürlich unterwegs bei der anderen Geburt – und wir besprachen, sie könne noch dort bleiben, ich würde mich dann melden, wenn ich sie brauchte bzw. sie sich bei mir, wenn sie dort fertig sei und komme. Ich versuchte noch ein bisschen zu schlafen und wurde um zwanzig vor zwölf wieder vom Telefon geweckt: Nicole machte sich auf den Weg zu uns. Die Wehen waren nun schon recht häufig und sollten in den folgenden Minuten immer häufiger und stärker werden, so dass ich dann heilfroh war, als Nicole um viertel nach 12 bei uns ankam. Die nächsten dreieinhalb Stunden verbrachte ich hauptsächlich im Wohnzimmer am Sofa kniend, mit lautem Tönen Wehen veratmend. Mein Mann musste mir bei jeder Wehe kräftig auf's Kreuzbein drücken, Nicole tönte mit. Ich war selbst erstaunt, wie gut mir dieses gemeinsame Tönen und der Druck taten und wollte das dann auch bei jeder Wehe so haben. Um ein Uhr wünschte ich mir ein bisschen Pause (die Uhrzeiten und einige weitere Details habe ich dem Geburtsbericht entnommen), das gab es allerdings keine mehr bis zur Geburt. Auf Empfehlung von Nicole suchte ich die Toilette auf (da wohl eine volle Blase zu kurzen Wehenpausen führen kann), leider blieben die Pausen auch danach sehr kurz. Um viertel nach eins begrüßte ich Maria, die als zweite Hebamme dazugekommen war. Da die Wehen durchgehend sehr häufig und z. T. auch langanhaltend waren, ermunterten Nicole und Maria mich immer mal wieder zu einer anderen Position.

Kurz vor zwei wachte unsere Große auf – da die Geburt am Abend begonnen hatte und die beiden Kinder erst eingeschlafen waren, hatte ich spontan entschieden, sie einfach schlafen zu lassen, statt – wie geplant – Oma und Opa zu informieren. Mein Mann verschwand einige Zeit zu unserer Tochter und Nicole und Maria unterstützten mich weiterhin wunderbar. Um zwanzig vor drei fragte Nicole mich, ob ich mal selbst tasten wolle und ich konnte die Fruchtblase und das Köpfchen dahinter spüren – ein schöner Moment!

Mittlerweile war mein Mann samt Tochter wieder gekommen, die nicht mehr schlafen konnte und von da an fröhlich plappernd auf dem Sofa saß (wovon ich allerdings nicht so viel mitbekam). Um 3.20 Uhr war der Muttermund vollständig eröffnet, fünf Minuten später platzte dann – endlich – die Fruchtblase. Um halb vier kam noch der Kleine, der nun auch aufgewacht war, ins Wohnzimmer getapst, weil er zu mir wollte, setzte sich dann aber problemlos bei Nicole auf den Schoß und kuschelte mit ihr. Als Nicole ihm erklärte, dass sie gleich ihre Hände brauche, um das Baby in Empfang zu nehmen, setzte er sich widerstandslos neben sie auf den Boden (diese Details wurden mir später erzählt, ich selbst war in dem Moment mit anderem beschäftigt ;-)). Um 3.40 Uhr schob sich dann das Köpfchen nach draußen, ich hatte noch einmal eine kurze Pause, dann spürte ich, wie das Baby sich im Becken drehte und um 3.43 Uhr wurde unsere wunderbare zweite Tochter geboren.

Wir kuschelten uns zusammen auf das Sofa, meine Muskeln zitterten wie verrückt und ich war sehr froh, dass es nun geschafft war und glücklich, zu Hause zu sein. Um 4.20 Uhr wurde dann auch die Nachgeburt geboren.

Dass sie beiden Kinder dabei waren, fand ich im Moment der Geburt und auch jetzt im Nachhinein wunderschön. Gerade die Große (viereinhalb Jahre alt) hat es sehr intensiv miterlebt und es als positives Ereignis wahrgenommen. Die Wochen nach der Geburt war „Geburt“ eines der beliebtesten Spiele der beiden Großen und wird auch heute (nach fast drei Monaten) hin und wieder noch gerne gespielt.

Ich habe mich während der gesamten Geburt durchgängig wunderbar betreut und geborgen gefühlt. Es war so erleichternd, nicht in ein Auto sitzen und in eine Klinik fahren zu müssen. Nicole und Maria haben mit mir getönt, mir das Kreuzbein gedrückt (als mein Mann verhindert war), mir zu Trinken gegeben, mit mir „getanzt“, um das Köpfchen richtig ins Becken zu rütteln und waren dabei die ganze Zeit wunderbar entspannt und ermutigend. Als die Kleine auf der Welt war, hatte sie leider etwas Schwierigkeiten, in dieser Welt anzukommen, so dass Maria und Nicole nach einigen Minuten den Notarzt anriefen und die Kleine am Ende auch mit in die Kinderklinik genommen wurde. Bis dahin war sie aber bei Nicole und Maria in professionellen Händen und bestens aufgehoben und heute geht es ihr auch wunderbar

Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, haben wir gemeinsam mit den beiden Großen dann noch die Plazenta mit Nabelschnur betrachtet, ich bin duschen gegangen und gegen viertel vor sechs haben wir uns alle zusammen – ohne Baby – ins Bett gekuschelt. So schwer es war, das Baby nicht bei uns zu haben, so froh war ich in dem Moment doch, zumindest meine anderen drei da zu haben (im Krankenhaus hätte ich auch nicht bei der Kleinen sein können, da sie auf die Intensivstation gebracht wurde).

Nicole und Maria schrieben noch ihre Berichte fertig, räumten alles auf und verließen um halb sieben die Wohnung. Und keiner unserer Nachbarn -- wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit sechs Parteien -- hat etwas von der Geburt mitbekommen, was ich dann doch etwas überraschend fand. Natürlich trübte der schwierige Start unserer Kleinen das Geburtserlebnis, trotzdem habe ich die Entscheidung, daheim zu entbinden, in keiner Minute bereut und bin auch sehr froh darüber, dass die beiden Geschwister dieses Erlebnis mit uns teilen konnten.

 

 

## Vater (Entwicklungsingenieur)

Zusammenfassung:

Nicole und Maria haben die Geburt unseres dritten Kindes äußerst gut begleitet -- so gut, dass ich denke, dass genau so Geburten eigentlich

immer sein sollen.

Ich habe Nicole bei einem ihrer Vorsorgebesuche kennen gelernt, bei dem sie herausfinden wollte, ob sie uns bei der Geburt unseres dritten Kindes begleiten wird. Sie nahm sich dabei viel Zeit, meine Frau zu untersuchen und sprach danach mit uns über unsere bisherigen Geburten und unsere Wünsche und Vorstellungen für die kommende Geburt. Neben rein biologischen Untersuchungsergebnissen war dabei noch mehr wichtig: Sie erklärte uns, dass sie keine Risikogeburten übernehme, aber auch keine, bei der abzusehen wäre, dass der Partner in Ohnmacht fallen oder in Panik auszubrechen drohe oder die Mutter ihren Anweisungen nicht folge leisten würde. Mir hat dabei gut gefallen, dass Nicole unsere beiden größeren Kinder von Anfang an mit eingebunden hatte. Nicht nur brachte sie ihnen kleine Heftchen, die die Arbeit einer Hebamme thematisieren (und die wir in den folgenden Wochen oft mehrmals täglich lesen durften), sondern erklärte auch immer kindgerecht, was sie gerade macht und ließ die Kleinen auch mit fühlen (und sogar auf pH-Messstreifen pinkeln).

Bei Nicoles Besuchen über die nächsten Wochen konnten wir (und unsere Kinder) weiter Vertrauen in sie fassen und eine stabile Beziehung aufbauen. Außerdem besprachen wir vor der Geburt schon ausführlich, worauf wir uns einstellen sollten und was unsere Wünsche an das Hebammenteam wären. Das waren dann teilweise sehr detaillierte Fragen, wie bspw. ob der Partner das Köpfchen anfassen soll, wenn es schon geboren ist, der "Rest" aber noch nicht. Diese Vorbereitung gab mir den Eindruck, dass hier wirklich auf unsere Wünsche/Bedürfnisse eingegangen würde -- und dieser Eindruck bestätigte sich später bei Geburt.

Am Tag der Geburt kam Nicole dann am Abend, nachdem sie mit meiner Frau telefoniert hatte, zu uns. Sie hatte ihren großen blauen

Hebammenrucksack mit allem gepackt, was sie angedenk unserer medizinischen Vorgeschichten möglicherweise gebrauchen könnte. Nach der

Ankunft gab sie mir ein paar Anweisungen, was noch vorzubereiten wäre (bspw. heißes Wasser in einer Thermoskanne und Tee für die Gebärende)

und besprach sich dann mit meiner Frau.

Von da an begleitete sie die Geburt, d.h. sie war immer da und ansprechbar, drängte sich aber nicht auf, und praktisch die ganze Zeit über tönten wir (alle) zusammen, um gemeinsam die Wehen zu veratmen. Das gemeinsame Tönen hatte unheimlich geholfen, meinte meine Frau später im Rückblick. Manchmal gab sie Vorschläge, wie meine Frau sich drehen und wenden (oder im Storchengang gehen) sollte oder erklärte, was ihre aktuelle Einschätzung war. Im Gegensatz zu der sterilen Umgebung eines Kreissaals lud unser Wohnzimmer meine Frau übrigens viel mehr dazu ein, auf dem Sofa, dem Boden usw. verschiedene Geburtsstellungen durchzuprobieren. (Positiv) auffallend war dabei, wie sie immer ankündigte, was sie machen würde und jedes mal um Erlaubnis fragte, wenn Sie meine Frau untersuchte (Bauch befühlte, Herztöne maß, ...).

Ihre Kollegin Maria stieß nach einer Weile zu uns und von da an tönten wir gemeinsam zu viert weiter. Als eines unserer beiden beiden großen Kinder aufwachte, war es auch kein Problem, dass ich es kurz wieder ins Bett brachte -- die beiden Hebammen kümmerten sich in der Zeit um meine

Frau. Später konnte unsere Tocher nicht mehr schlafen, weil sie verstanden hatte, dass jetzt das Baby kommen würde -- kurzerhand nahmen wir sie mit und von da an tönten wir zu fünft weiter. Unsere Tochter war aufgeregt und auch sehr interessiert aber zu keiner Zeit hatte sie Angst oder fühlte sie sich unwohl in der Situation. Die beiden Hebammen gingen sehr liebevoll mit ihr um und zeigten bzw. erklärten wieder, was sie taten bzw. was mit ihrer Mama passierte. Noch später tauchte dann noch unser Sohn auf, der auch nicht mehr schlafen konnte, und gesellte sich zu uns. Für ihn war es etwas schwieriger, weil er nicht mit seiner Mama kuscheln konnte -- aber glücklicherweise akzeptierte er Nicoles Kuschel-Angebot und blieb dann bei bzw. neben ihr, was ihre Tätigkeit grade eben zuließ.

Ein eindrucksvoller Moment für alle war, als die Fruchtblase unter großem Druck platzte und Fruchtwasser verschüttete. Dank Nicoles

geschicktem Einsatz aber ohne dass unsere Wohnzimmermöbel oder der Teppich etwas davon abbekommen hätten.

Etwas später kam dann das Kind -- bei sanftem Licht und in vertrauter, heimeliger Umgebung -- und durfte gleich in den Arm seiner Mutter, um

dort erst untersucht zu werden. Wie schon die große Schwester hatte auch dieses Kind Probleme mit dem Atmen. Anders als seine große Schwester

blieb es allerdings an der Nabelschnur hängen, solange diese noch ihren "Dienst" tat, und Nicole und Maria versorgten sie auf dem Bauch ihrer

Mutter. Nicole konnte dann ihre Fähigkeiten als Kinderkrankenschwester unter Beweis stellen und die Kleine absaugen und beatmen -- der guten

Ausstattung aus dem Hebammenrucksack sei Dank. Leider musste das Neugeborene in die Kinderklinik gebracht werden und bis der Krankenwagen

für sie da war, versorgten Nicole und Maria die Kleine konzentriert und kompetent, wobei sie nicht panisch auf mich wirkten (im Gegensatz zu

unseren Erlebnissen im Kreißsaal bei der Geburt ihrer großen Schwester). Ich hatte wärend der Szene nie wirklich Angst um das Kind oder ihre

Mutter, sondern hatte immer den Eindruck, dass die beiden die Situation unter Kontrolle hätten und dass das Kind gut versorgt sei -- insbesondere mindestens so gut, wie wenn die Geburt im Krankenhaus stattgefunden hätte.

Nachdem das Baby abgeholt und meine Frau versorgt war, konnten wir dann Nicole und Maria die Aufräumarbeit überlassen und schlafen gehen.

 

Hier noch ein paar weitere Punkte, die ich sehr positiv erlebt habe:

- Ich hatte stets das Gefühl, den beiden Hebammen auf Augenhöhe zu begegnen. Insbesondere bei unserer ersten Tochter hatten wir eher das

Gefühl, Befehlsempfänger zu sein und dass unsere Wünsche, Meinung und sogar unsere Entscheidungen eigentlich keine Rolle spielten.

- Die Geburt verlief ohne Intervention.

- Die beiden achteten auf Kleinigkeiten; beispielsweise versprühten sie Geburtsduft und gaben meiner Frau immer wieder zu Trinken (mit einem

Röhrchen, um in jeder Stellung einfach zu trinken).

- Sie gestalteten die Geburt für meine Frau so angenehm wie möglich; beispielsweise krochen sie freimütig auf dem Boden herum und verrenkten sich, um die Herztöne per Dopton abhören zu können.

 

Vergleich zu den Geburten der beiden größeren Geschwister:

Bei der ersten Geburt wurden wir von drei Hebammen gleichzeitig betreut, was dann so aussah, dass eine der Hebammen kurz zu uns schaute und nach einem Blick auf uns einen befehlsartigen "Ratschlag" gab (oder die Ansage, dass, wenn es jetzt nicht bald voran ginge, der Wehentropf zum

Einsatz käme. Die Geburt dauerte insgesamt übrigens nicht einmal 12 Stunden, vom ersten Anzeichen bis zur Geburt). Jeweils ohne irgendwelche

Erklärungen, Abwägungen oder sonstigen Erläuterungen.

Bei der zweiten Geburt fühlten wir uns insofern besser aufgehoben, als dass wir Glück mit dem Schichtwechsel hatten und so durchgehend von einer Hebamme betreut wurden, die uns -- auch auf unseren Wunsch hin -- weitestgehend in Ruhe ließ. Allerdings hing meine Frau unter anderem

dadurch, dass wir zum Schichtwechsel kamen, fast eine Stunde lang am CTG; währenddessen tigerte ich ohne Information zu ihrem Verbleib im Warteraum auf und ab.

 

Die Geburt zu Hause war für uns alle definitiv das beste und schönste

Geburtserlebnis.


Geburtserfahrung aus dem März 2021

 

Nachdem die Geburt meiner ersten Tochter sehr sehr lange gedauert hat und am Ende mit Wehentropf und Dammschnitt auf die Welt kam, habe ich schon vor der Schwangerschaft meiner zweiten Tochter viele Berichte über Hausgeburten gelesen.

Im Gespräch mit Nicole konnte mein Mann auch von einer Hausgeburt überzeugt werden. Im Freundes- und Bekanntenkreis war eigentlich fast jeder überrascht und viele äußerten auch ihre Ängste. Ich habe mich dadurch überhaupt nicht beeinflussen lassen. Die ganze Schwangerschaft fühlte ich mich sicher mit einer Hausgeburt.

Eine Woche vor Geburtstermin hatte ich über den Tag verteilt leichte Wehen. Gegen Abend wurden die Wehen stärker, da die erste Geburt jedoch so lange gedauert hat schickte ich meinen Mann ins Bett.  Ich habe jede Wehe gut veratmet und hatte die Entspannungstechnik (die friedliche Geburt von Kristin Graf) auf den Ohren. Um 02:50 Uhr konnte ich die Wehen plötzlich kaum mehr aushalten und rief deshalb Nicole an. Sie meinte ich soll in die Badewanne gehen, vielleicht wird es wieder erträglicher. Ich weckte meinen Mann und ging in die Badewanne. Richtig reinlegen konnte ich mich nicht, da ich bereits pressen musste. Um 03:15 Uhr rief mein Mann Nicole an. Währenddessen ist auch die Fruchtblase geplatzt . Ich war in der Position des Vierfüßlerstandes und merkte, dass der Kopf bereits im Becken ist. Der Kopf war da und im Anschluss kam Nicole. Eine Minute später um 03:40 Uhr wurde meine Tochter in gemütlicher Atmosphäre bei Kerzenschein geboren. Meine große Tochter hat die Geburt verschlafen, kam jedoch eine Stunde später dazu und wir kuschelten zu viert auf dem Sofa.

Ich habe mich die ganze Geburt über sicher gefühlt und kann jedem eine Hausgeburt ans Herzen legen. 

 

Ganz liebe Grüße, Melissa mit Familie

 


Persönliche Worte von Dilara A. aus Waiblingen

 

Nun kennen wir zwei uns so lange wie ich meinen Sohn Rahim. Das ist nicht viel, doch ausreichend um einen Menschen ins Herz schließen zu können. Ich hatte gehofft, dich vor der Geburt noch sprechen zu können, bevor es ernst wird. Dafür war unser Kennenlernen einmalig und sehr persönlich. Inmitten einer so sensiblen als auch mit Schmerz und Freude erfüllten Phase bist du in unser Haus getreten. Die warmen und wertschätzenden Worte von Doris halfen mit dabei, dir zu vertrauen. Du hast eine Ruhe und Wärme mitgebracht, das nahm mir gleich jegliche Zweifel. Für mich war es in erster Linie wichtig jemanden dabei zu haben, der bzw. die professionell ist und sich in der Not vor allem um die Gesundheit von Rahim als auch mir kümmern kann. Besonders hohe Ansprüche hatte ich nie gehabt. Hauptsache kompetent.

 

Wie aber in jeder Branche arbeiten Menschen,  die Fehler machen. Bisher bin ich leider nur solchem Personal begegnet. Ich fühlte mich unverstanden, nicht ernst genommen. Man hat mich ungewollt und gegen meinen Willen kontrolliert, belächelt, schlecht geredet und alleine gelassen. Umso glücklicher bin ich darüber, wie sensibel und einfühlsam du bist. Du hast mir vertraut, mich begleitet und abgeholt, wann immer es für mich schwieriger wurde. Ich wünsche jeder Gebärenden eine Hebamme, wie du es bist. Ich habe ein Traumgeburt gehabt, so schön, ich könnte Bücher schreiben. Vor Stolz könnte ich platzen, aber neben meinem Mann und den Kindern bin ich auch stolz auf dich. Es ist Wahnsinn, was du allein an diesen 2 Tagen für 4 Familien geleistet hast. Dein Beruf ist so bewundernswert. Ich hoffe, er erhält die Anerkennung und vor allem auch den Lohn, der ihm gebührt. Du arbeitest Tag und Nacht, ohne Pausen. An Feiertagen, wenn alle anderen die Zeit mit ihrer Familie genießen dürfen. Man sollte es auch nicht so schwer machen. Dafür möchte ich mich in der Zukunft stark machen.

 

Ich wünsche dir, dass du weiterhin so motiviert bleibst, auch wenn es nicht immer einfach ist. Von ganzem Herzen möchte ich dir danken. Auch Gott danke ich, dass er dich in unser Leben gebracht hat. Möge er dich und deine Familie beschützen.

 

Alles Liebe, Dilara 

 


Hausgeburt Rosanna, Altenpflegerin, Oktober 2020

 

Die Gründe warum ich mich für eine Hausgeburt entschieden habe sind schnell erzählt: die Geburt meines ersten Kindes im Krankenhaus war nicht so wie ich sie mir vorgestellt habe. Genauer gesagt war sie sehr traumatisch und hat tiefe Wunden in mir hinterlassen. Ich hatte zwar eine Spontangeburt, nur war diese alles andere als schön. Ich habe mich oft allein gelassen gefühlt, war nicht bei mir selbst und konnte nicht loslassen. Außerdem habe ich sehr viel Kraft damit verschwenden müssen, mich gegen eine PDA zu wehren. Am Ende hatte ich deshalb fast keine Kraft mehr und bin gerade noch so der Saugglocke entkommen. Während dieser letzten Minuten, bevor endlich der erste Schrei unserer Tochter erklang, hatte ich furchtbare Angst. Ich fühlte mich schwach, wie eine Versagerin, fühlte mich nicht sicher und hatte große Angst um unsere Tochter. Zum Glück ging alles gut aus, die negativen Gefühle die sich während der Geburt entwickelt hatten blieben aber und begleiteten mich noch sehr lange.

 

Als ich dann 2,5 Jahre nach dieser Erfahrung den nächsten positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt war da erst mal nicht viel von großem Glück zu spüren. Schwangerschaft, zweites Baby, alles wunderschön, aber das Kind musste da ja auch irgendwie raus und das bereitete mir wirklich große Angst. Der Gedanke an eine Hausgeburt kam mir nicht sofort, meine Hebamme die ich schon bei meinem ersten Kind hatte war zwar wirklich eine von der guten Sorte, leider machte sie keine Hausgeburten mehr und somit war diese Option für mich schon von vorne rein ausgeschlossen. Ich war mir sicher ich könnte niemals jemandem so sehr vertrauen wie ihr und deshalb blieb mir ja nur das Krankenhaus. Im Laufe der Wochen wurde mir klar, dass es Schwachsinn wäre für die Geburt unseres zweiten Kindes an einen Ort zurück zu kehren, an dem ich so viel Angst verspürt hatte, ein Ort der alles andere als ein sicherer Ort für mich war. Und was gibt es wichtigeres bei einer Geburt als sich sicher und geborgen zu fühlen?

 Zum Glück hat mir meine Hebamme dann Nicole empfohlen und diese Empfehlung hat sich im Nachhinein dann für die wichtigste und beste Empfehlung unseres Lebens rausgestellt :)

 

Wir lernten Nicole kennen und gemeinsam mit ihr konnte ich endlich anfangen mein Geburtstrauma aufzuarbeiten. Die Vorsorgetermine waren immer sehr schön und steigerten unsere Vorfreude auf die Geburt, die Ängste dagegen wurden immer kleiner. Mein Mann und ich hatten zwar auch Mal den ein oder anderen Moment an dem wir an der Hausgeburt zweifelte, vor allem weil wir im Umfeld niemanden persönlich kannte der eine Hausgeburt hatte, aber Nicole konnte wirklich all unsere Zweifel beseitigen. Vor allem als mein Frauenarzt mich unter Druck setzte und bei ET+7 in die Klinik zum Einleiten einweisen wollte, fand Nicole genau die richtigen Worte um mich wieder zu ermutigen und ich war wieder bei mir. Mir wurde immer mehr klar: das ist meine Geburt! Und die wollte ich so selbstbestimmt wie möglich erleben. (Spoileralarm: das tat ich dann auch :) )

 

An ET+10 war es dann so weit, ich wurde um ca. 3:30 Uhr von ersten Wehen geweckt. Da ich diese aber schon mal in der Nacht davor hatte, machte ich nochmal die Augen zu. Um 4:30 Uhr wurde ich wieder von den Wehen geweckt. Diesmal waren sie deutlich schmerzhafter und intensiver, an Schlaf war nicht mehr zu denken. In dem Moment bekam ich eine SMS von Nicole, sie war gerade bei einer anderen Geburt und hatte dort schlechten Handyempfang, man solle sich übers Festnetz melden wenn was ist. Ich beschloss noch abzuwarten ob die Wehen nicht doch wieder weggehen und drehte meine Runden durchs Wohnzimmer, die Wehen kamen alle 8 Minuten. Um 6 Uhr beschloss ich Nicole Bescheid zu sagen, wie der Zufall es wollte war das Baby bei der anderen Geburt gerade geboren und sie konnte sich gleich auf den Weg machen. Um kurz vor 7 kam Nicole dann zusammen mit einer Hebammenschülerin. In dem Moment wurde auch unsere 3,5 Jährige Tochter wach und tapste verschlafen die Treppe hinunter, sie freute sich sehr Nicole zu sehen. Sie hatte sie schon während der Vorsorgetermine kennen lernen dürfen und schnell in ihr Herz geschlossen. Während mein Mann Frühstück machte, schaute Nicole nach den Herztönen des Babys. Unsere Tochter schaute gespannt zu und lachte über die „Pferdegeräusche“ die das Ultraschallgerät machte. „Dein Geschwisterchen kommt heute zu euch!“ sagte Nicole zu unserer Tochter und die erwiderte ganz lässig „Cool!“.

 

Ich startete noch den Versuch 1-2 Bissen von meinem Marmeladenbrötchen zu essen um Kraft zu tanken, allerdings bekam ich nicht mehr wirklich was runter. Die Wehen wurden immer intensiver und stärker, ich beschloss noch kurz in den Garten zu gehen um noch ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen bevor es später zu heiß dafür wäre. Ich streckte mein Gesicht in die Sonne und veratmete eine Wehe, das war ein sehr schöner Moment für mich, denn ich fühlte mich sehr wohl damit zu Hause zu sein, in meinem Garten in der Sonne stehen zu können, statt gerade auf dem Weg ins Krankenhaus zu sein. Nach einer Weile ging ich wieder rein, die Wehen wurden stärker und ich suchte Halt bei meinem Mann beim veratmen. Irgendwann verzog ich mich ins Schlafzimmer, wieder war ich so froh hier zu sein, den Luxus zu haben mich in MEIN Bett verziehen zu können. Nicole schaute nach mir und fragte mich, ob wir nicht mal langsam Wasser in den Gebutspool machen sollten. Ich stimmte zu und sie untersuchte mich im Bett. Der MuMu war gerade mal bei 4cm zu diesem Zeitpunkt (es muss ca 10 Uhr gewesen sein) und das frustrierte mich in dem Moment sehr. Ich war schon Tage davor bei 3cm und dachte deshalb, ich hätte es diesmal leichter in der Eröffnungsphase. Mir kamen die Tränen und ich weinte, ich hatte Angst wieder so eine lange Geburt wie beim ersten Mal durchmachen zu müssen und später keine Kraft mehr zu haben. Aber Nicole stand mir bei und fand genau die richtigen Worte um mich aufzumuntern. Als ich mich beruhigt hatte, gingen wir zusammen runter und ich stieg in den Geburtspool.

 

Das Wasser tat sehr gut, die Wehen wurden zwar durch die Wärme nochmal schmerzintensiver, aber ich konnte sie viel besser hinnehmen, da ich mich im Wasser ganz anders bewegen konnte, als außerhalb des Wassers. Unsere Tochter saß eine Weile neben mir am Pool, gab mir zu trinken und streichelte mir den Kopf. Zwischendurch spielte sie wieder seelenruhig mit der Hebammenschülerin, egal wie laut ich die Wehen veratmete, aber immer wieder kam sie zu mir um nach mir zu sehen oder mich zu motivieren. „Toll Mama! Du schaffst das!“ sagte sie einmal und das gab mir in dem Moment so unheimlich viel Kraft. Ich wusste es war die richtige Entscheidung gewesen sie bei der Geburt dabei zu haben.

 

In den Wehenpausen entspannte ich so gut es ging und genoss das Wasser. Während den Wehen war es aber sehr wichtig für mich, dass immer jemand bei mir war um gemeinsam die Wehen zu veratmen. Ich brauchte viel Halt und gemeinsames Atmen, aber das bekam ich auch. Es war immer jemand an meiner Seite, ob mein Mann oder die Hebammen, ich glaube ich habe mich noch nie so gut umsorgt gefühlt wie an diesem Tag. Vor allem aber war der Unterschied zu meiner ersten Geburt wieder so klar zu erkennen. All das was mir bei meiner ersten Geburt so schwer fiel, ging plötzlich viel einfacher. Zwar fluchte ich auch viel vor Schmerzen, biss in den Poolrand oder zerdrückte meinem Mann die Hand, aber es ging mir gut. Ich fühlte mich geborgen und sehr sicher. Plötzlich spürte ich einen starken Druck, es tat sehr weh und ich merkte, dass sich etwas verändert hatte. Nicole bestätigte mir dies bei einer Untersuchung, der Muttermund war mittlerweile vollständig geöffnet. Statt aber weiter in meiner Geburtspoolblase rumzudümpeln, bat sie mich aus dem Pool zu steigen und die Treppen zu steigen, mich zu bewegen. Unser Baby hatte sich noch nicht richtig ins Becken eingedreht und deshalb sollte ich mich bewegen. Ich stieg also die Treppen auf und ab, machte auf Nicoles Anweisung Hampelmänner, riss die Beine hoch im Storchengang und fluchte unglaublich viel, denn ich hatte unglaublich große Schmerzen und das allerletzte was ich wollte waren Hampelmänner zu machen. Ich glaube Nicole hat sich in dem Moment einiges von mir anhören müssen :D Irgendwann in der Zwischenzeit kam die dritte Hebamme dazu, auch sie ermutigte mich all die Wut die ich gerade empfand in die Bewegung zu stecken, und das machte ich dann auch.

 

Die Maßnahmen schienen zu wirken, denn kurze Zeit später hatte ich einen starken Drang zu pressen. Ich durfte also wieder in den Pool, es war mittlerweile ca 11:30 Uhr. Während der ersten Presswehen stand unsere Tochter noch dabei und schaute zu, irgendwann wurde ihr das ganze doch ein bisschen unheimlich und sie verzog sich zur Hebammenschülerin aufs Sofa und schaute zusammen mit ihr von da zu. Obwohl ich mit aller Kraft presste, äußerten Nicole und ihre Kollegin langsam Bedenken was die finale Geburtsposition anging. Die Herztöne unseres Babys waren nicht so gut und erholten sich auch nicht mehr. Es sollte nun schnell gehen und ich fand keinen richtigen Halt mehr im Pool. Bei der ersten Geburt im Krankenhaus gab es übrigens eine sehr ähnliche Situation am Ende, mit dem Unterschied dass ich damals in Panik verfiel und mich unglaublich schlecht fühlte und Angst hatte. Obwohl diese Situation mir so ein Deja Vu bescherte, hatte ich diesmal keine Angst. Ich wusste ich schaffe das. Also bat Nicole mich aus dem Pool zu steigen und meinen Mann auf einen Sessel, er sollte mich von hinten halten und ich mich an ihn hängen. Als ich aus dem Pool stieg war das so ziemlich der schmerzhafteste Moment unter der gesamten Geburt, der Kopf war schon fast ganz geboren und ich hatte wirklich Schwierigkeiten raus zu kommen. Aber auch hier motivierten mich Nicole und ihre Kollegin wieder, also schaffte ich auch diese vorletzte Hürde. Und so hing ich mich an meinen Mann und es kam eine letzte Presswehe. Ich gab nochmal alles und plötzlich war er da, um 11:48 Uhr, unser wunderschöner Sohn.

 

 Mit Unterstützung lief ich zittrig die paar Schritte vom Sessel zum Sofa und dort ließen wir die Nabelschnur noch auspulsieren. In der Zwischenzeit legte ich unseren Sohn das erste Mal an. Dann trennte mein Mann die Nabelschnur durch und nahm unseren Sohn an sich zum Bonding. Ich gebar noch die Plazenta, die zu dem entzücken von Nicole wohl wie ein großes, schönes Herz aussah. Dann versorgte Nicole meine Geburtsverletzungen. Das Nähen war nochmal ziemlich fies und Nicole musste sich nochmal einiges an Flüchen anhören, aber daran hatte sie sich wohl mittlerweile schon gewöhnt mit mir. Danach machte sie es mir gemütlich, ich nahm unseren Sohn wieder zu mir und auch mein Mann und unsere Tochter kamen zu mir. Wir kuschelten zum aller ersten Mal zu viert miteinander. Es war wunderschön. In der Zwischenzeit machten Nicole und ihre Kolleginnen alles sauber, nach kurzer Zeit sah man schon nichts mehr von einer Hausgeburt. Es erfolgte noch die U1 und auch ich wurde nochmal durchgecheckt. Als sicher war dass es uns allen gut geht, verließen Nicole und ihre Kolleginnen uns und wir starteten ins Wochenbett.

 

Ein paar Monate nach der Geburt hatten wir unser Abschlussgespräch mit Nicole und ich kann es seitdem nur immer wieder (jedem der es hören will oder nicht) sagen:

Diese Hausgeburt war die beste Entscheidung unseres Lebens. Genauso wie unsere Tochter an diesem Ereignis teil haben zu lassen. Nicole hat uns das ganze ermöglicht und dafür werd ich ihr für immer dankbar sein. Sie ist eine ganz bemerkenswerte Hebamme und hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Danke Nicole! Und natürlich auch deinen Kolleginnen. Ihr seid wirklich der Wahnsinn :)

 

 


Geburtsbericht Christian (Ingenieur) & Lisa (Rechtsanwältin)

mit Louisa 26.06.20

 

Ich habe eine Hausgeburt immer abgelehnt und habe Leute, die eine solche Geburt planten oder hatten, für verrückt und unverantwortlich gehalten. Ich habe meine Meinung geändert: Es ist das Beste, was mir passieren konnte!

 

Eine Hebamme zu finden war nicht leicht - noch dazu eine, die meine “Sperenzchen” mitmachte. 

 

Zunächst war nicht klar, wo ich mein Kind bekommen will. Das “wo” bezog sich nicht auf zu Hause oder im Krankenhaus, sondern vielmehr auf den Ort. Zur Wahl standen unsere Heimat oder unser Zweitwohnsitz in Bayern. Ich habe sämtliche Hebammen in unserer Gegend angerufen. Fehlanzeige - alle ausgebucht.  Da meine Mutter Nicole kannte, hat sie den Kontakt hergestellt. 

 

Obwohl wir uns noch nicht persönlich kannten, hat Nicole mich beim Arztwechsel unterstützt. Wir waren unzufrieden, da unsere damalige Ärztin uns nicht richtig über den Harmony Test aufgeklärt hatte. Die Ärztin erklärte uns, dass der Bluttest reichen würde und eine Nackenfaltenmessung somit nicht mehr nötig sei. Dies führte dazu, dass wir kurz nach Weihnachten nach München fuhren, um gerade noch rechtzeitig die Messung durchführen lassen konnten. 

 

Ich habe nach dem Arztwechsel die komplette Schwangerschaftsvorsorge, bis auf die Ultraschalluntersuchungen, bei Nicole machen lassen.  Da ich den Zuckertest beim Arzt, wegen der zu trinkenden Zuckerflüssigkeit nicht machen wollte, hatte Nicole auch hier eine Idee. Mit einem Zuckermessgerät habe ich über mehrere Tage meinen Insulinspiegel getestet und Nicole hat die Ergebnisse anschließend ausgewertet. 

 

Wie oben schon erwähnt habe ich eine Hausgeburt kategorisch abgelehnt, da ich große Angst um mein Kind hatte - was passiert, wenn es Komplikationen gibt? Aus diesem Grund sollte eine Kinderklinik an die Entbindungsklinik angeschlossen sein. Wir sind den Weg sogar vorher abgefahren. 

 

Vereinbart war mit Nicole die Wehenbegleitung zu Hause mit anschließender Verlegung in die Klinik wenn’s richtig los geht.  Ich wünschte mir die Wehenbegleitung zu Hause, da mir der Betreuungsschlüssel im Krankenhaus, den ich aus einigen Berichten kannte, zu gering war. Mir war klar, dass ich eine intensive 1:1 Betreuung benötigen würde. Ich kann schlecht die Kontrolle abgeben, bin berufsbedingt sehr gut organisiert und stets gut vorbereitet.

 

Wasser ist mein Element, daher wollte ich unbedingt eine Wassergeburt. Vorweggenommen:  Ich habe sie bekommen! 

 

Als ich 1,5 Wochen vor dem errechneten Termin um ca. 6 Uhr morgens Wehen hatte, riefen wir Nicole an. Sie kam kurz darauf und ich wurde untersucht. Es waren Geburtswehen. 

 

Mir ging es gut und wir frühstückten. 

Gegen 8 Uhr habe ich noch ein wenig gearbeitet und sogar noch einen Einspruch gegen eine Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt eingelegt. Die Wehen waren gut auszuhalten. Nicole ist zwischendurch dann nochmal kurz nach Hause gefahren. 

 

Gegen 10 Uhr kam Nicole wieder. Wir haben uns über Gott und die Welt unterhalten und haben mit der Eismaschine Schokoladeneis gemacht. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Die Wehen waren mal stärker und mal schwächer. 

 

Gegen 12 Uhr bin ich in den aufblasbaren Pool im Badezimmer gestiegen da die Wehen stärker wurden. Als ich dann im Pool war - Stillstand. Keine Wehen mehr. 

Nicole schickte meinen Mann Salz für den Pool kaufen. 

 

Ich planschte im Pool und die Wehen kamen zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles gut auszuhalten, ich hatte mir das schlimmer vorgestellt. 

 

Kurz danach hatte ich das Gefühl, das Baby schiebt mit. 

Gegen 14:15 Uhr kam Doris, die zweite Hebamme. Die Wehen wurden schlimmer und ich hatte das Gefühl, nicht mehr zu können. 

Doris nahm mich auf den Schoß. Danach bin ich im Storchen Gang gelaufen und sagte immer zu: „Ich will, ich kann!”  Nicole und Doris haben mich stets motiviert. 

Da ich sehr müde war, aber gleichzeitig auch das Gefühl eines starken Krampfes im Gesäß hatte, haben Nicole und Doris diesen Krampf abwechselnd massiert und getriggert. Wir haben alle gemeinsam geatmet. 

 

Zwischendurch war ich immer mal wieder im Pool. Um 20:22 Uhr ist meine Fruchtblase auf dem Bett geplatzt. Wieder im Pool hatte ich starke Wehen. Als Nicole mich aufforderte, zu fühlen und ich den Kopf mit den Haaren meines Babys gefühlt habe, hatte ich wieder Kraft. Ich wusste, bald ist es geschafft. 

 

Nach weiterem „Schieben” war Sie dann um 20:52 Uhr da. Im Wasser, wie ich es mir gewünscht hatte!  Ein Mädchen! Wir wussten es vorher nicht - Unser Überraschungsbaby. 

Ich habe sie dann im Wasser in den Arm genommen und wir waren noch ein bisschen im Pool. Als die Nachgeburt durch war, habe ich geduscht. 

 

Gegen 22 Uhr hat mein Mann im Bett die Nabelschnur durchgeschnitten. Danach hat Louisa gleich an meiner Brust getrunken. 

Nicole hat meine kleinen Geburtsverletzungen genäht und die U1 bei Louisa durchgeführt. 

Um 23:45 Uhr ist Nicole nach Hause gefahren. Wir hatten es geschafft.  Wir haben dann noch Eis und Nudeln mit Pesto im Bett gegessen.

 

An den Folgetagen ist Nicole dann zwei Mal täglich gekommen, um nach uns zu sehen. Sie hat mir beim Stillen Lernen geholfen und unsere Fragen geduldig beantwortet. 

 

Die Zeitangaben habe ich aus der schriftlichen Geburtsdokumentation entnommen. Ich / Wir haben sämtliches Zeitgefühl an diesem Tag verloren. 

Irgendwann während der Geburt habe ich entschieden zu Hause zu bleiben, denn mit einem Babykopf zwischen den Beinen kann ich doch nicht mehr ins Krankenhaus fahren Da war das ganze Baby noch drin und ich hatte keinen Blasensprung - es hat sich nur so angefühlt.

 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich im Krankenhaus keine solche Betreuung bekommen hätte. Wir wären durch drei Schichtwechsel gegangen und nachdem meine Motivation zwischenzeitlich gesunken war und ich nicht mehr konnte, wäre es zu einem Kaiserschnitt gekommen. 

 

So sind wir abends in unserem Bett eingeschlafen. Louisa hat die ersten Nächte auf der Brust meines Mannes geschlafen. Zwei Wochen nach der Geburt konnte ich dank guter Pflege schon die Straße auf und ab gehen. 

 

 


 

 

Worte von Nicole am Ende des Jahres 2020

 

Ich durfte unter dem Segen des Herrn wunderbare 49 Kinder hier auf dieser Erde und Zuhause bei Ihrer Familie willkommen heißen. Zusätzlich bei 35 Geburten als dienende Hand zur Seite stehen. 

Herzlichen Dank für Euer Vertrauen und die Begegnungen mit Euch.

Ich freue mich auf viele bereichernde Erlebnisse in 2021.

 

 


 

 

Geburtsbericht – Jolie 16.10.2020

 

Errechnete Geburtstermin: 05.10.2020. 

 

Einige Tage vor der Geburt hatte ich regelmäßige Wehen, oft auch in recht kurzen Abständen von etwa 3 Minuten. Diese  waren aber komplett schmerzfrei.  

 

13.10.2020: Ich hatte am Morgen, zum ersten Mal in der Schwangerschaft Kreislaufprobleme. Zudem war ich in letzter Zeit etwas schlecht gelaunt. Am späten Abend, desselben Tages ist mir der Schleimtropf abgegangen. Genau ab dem Zeitpunkt fingen an die Wehen etwas schmerzhaft zu werden, aber noch nicht der Rede wert. Nachts konnte ich mit Unterbrechungen  schlafen.  

 

14.10.2020: Mein Mann ist sicherheitshalber an dem Tag bereits zuhause geblieben und hat unsere große Tochter zur  Schule gebracht, da ich die Wehen, die etwa alle 10 Minuten kamen, bereits veratmen musste. Die Wehen selber dauerten jeweils etwa eine Minute. Zu Abend hin wurden die Wehen intensiver, aber immer noch gut aushaltbar und gut zu veratmen. Die gesamte Zeit über hielt ich Kontakt zu meiner lieben Hebamme Nicole, die mich unterstützte und Sicherheit gab. „Geburt  ist Ruhe und Bewegung im Wechsel..“. Schlafen konnte ich in dieser Nacht aber nicht mehr, da die Abstände zwischen den  Wehen zunehmend kürzer wurden.  

 

15.10.2020: Gegen 03:00 Uhr nachts bin ich ins Wohnzimmer gegangen. Ich habe mir einen Bachblüten Tee (Ruhe &  Gelassenheit) gemacht, die Geburtskerze angezündet, Entspannungsmusik angemacht, meine Heilsteine für die Geburt  genommen (Amazonit & Malachit), den Diffusor mit ätherischem Rosenduft angemacht und die Affirmationen am  Geburtsalter nochmal verinnerlicht. Die Wehenabstände lagen bei 5-7 Minuten und ich spürte diese nun auch im unteren  Rückenbereich. Gegen 05:00 Uhr ist mein Mann dazu gekommen und wir haben bei gedämmten warmen Lichtschein  zusammen die nächsten Stunden verbracht. Mittlerweile konnte ich auch meinen Muttermund tasten, zwar noch weit entfernt,  aber ich kam ran. Gegen Mittag wurden die Abstände zwischen den Wehen für etwa eine Stunde etwas länger (10 Minuten),  so habe ich die Gelegenheit genutzt und ungefähr fünf „10-Minuten-Nickerchen“ gemacht. Es war zwar nicht lang, aber  dennoch kraftspendend.  

Gegen Mittag kam meine Hebamme Nicole vorbei, um die Herztöne abzuhören und nach mir zu schauen. Es war alles ok und  der Geburtsprozess noch nicht in der Endphase, so konnte Nicole erstmal weiterfahren.  

 

Gegen 17:00 Uhr haben sich die Wehen verändert, sie wurden noch intensiver, mit mehr Druck und nur noch schwer zu  veratmen. Die Abstände zwischen den Wehen lagen bei 3-5 Minuten. Draußen wurde es langsam dunkel. Mein Mann und  unsere 6 Jahre alte Tochter waren immer in meiner Nähe. Ich schwang in unserer Swing Yoga Hängematte hin und her,  

während mein Mann und meine Tochter mir die Hand hielten, mich umarmten, küssten und mit mir kuschelten. Auch meine  Mama kam für eine halbe Stunde vorbei und konnte kurzzeitig in unsere emotionale „Wunderwelt“ eintauchen. Mit jeder vergangenen Stunde wurden die Wehen intensiver. Essen konnte ich den ganzen Tag nichts, nur ein Glas  Orangensaft und den Tee am frühen Morgen hatte ich getrunken. Dennoch war ich gut bei Kräften, nur durch den  Schlafmangel etwas müde. Ich probierte warme Kirschkernkissen aus, es hat etwas vom Schmerzempfinden abgelenkt. Am  Kreuzbein und am Unterbauch habe ich Geburtsöl einmassiert, dies alles tat kurzzeitig ganz gut.  Etwa um 20:00 Uhr telefonierte ich mit Nicole und sie hat mir geraten in die Badewanne zu gehen. Dies tat ich und es hat mir  richtig gut getan, die Wehen wurden gleich angenehmer und erträglicher. Abwechselnd haben mein Mann und unsere  Tochter warmes Wasser aus einem Krug über mich fließen lassen. Nach etwa zwei Stunden bin ich raus aus der Wanne.  Unsere Tochter ist da bereits im Familienbett eingeschlafen.  

Bald darauf kam auch schon Nicole. Ich musste mich bei jeder Wehe, die nun alle 2-3 Minuten kamen, an meinem Mann (bzw.  seinem Bart ☺ ) festhalten. Es spielte immer noch unsere Entspannungsmusik und bei gedämmten Licht veratmeten wir  gemeinsam jede Wehe. Meine Augen waren die meiste Zeit geschlossen und ich nahm mein Umfeld nur teilweise war. Intuitiv  tropfte ich Geburtsöl auf meine Handflächen und roch daran.  

Zwischendurch schaute Nicole nach den Herztönen und untersuchte mich auf meinen Wunsch hin. Der Muttermund war  gegen 23:00 Uhr bei 4cm. Die Wehen wurden sehr intensiv, so dass ich sie kaum noch veratmen konnte. Nicole meinte, dass  das Atmen irgendwann nicht ausreicht und ich es mit Tönen versuchen soll. Dies taten wir ab da gemeinsam mit meinem  Mann und das hat auch gut geholfen. Etwa eine halbe Stunde später ist mir beim Beckenkreisen auch schon die Fruchtblase  geplatzt. 

 

16.10.2020: Nach nochmals ca. 30 Minuten, kurz nach Mitternacht verspürte ich einen Pressdrang. Der Muttermund war  da bei 9cm, hat sich also innerhalb einer Stunde um 5cm vergrößert. Sobald eine Presswehe kam musste ich unterschwellieg  mitschieben, ich konnte gar nicht anders, es war überirdisch. Wieder eine halbe Stunde später erblickte unser kleines Wunder  das Licht der Welt.  

Die Nabelschnur hat bereits nach 10 Minuten auspulsiert. Nach weiteren 30 Minuten konnte die Plazenta geboren werden und der stolze Papa durfte abnabeln. Mittlerweile war auch schon die zweite Hebamme Maria angekommen, die extra für  mich eine Obstplatte zur Stärkung vorbereitete und mich mit einem leckeren Tee verwöhnte. Was für eine nette Geste.  Danach konnte ich noch in Ruhe duschen und der Papa durfte solange kuscheln. Zum Schluss machte Nicole noch die U1.  Gegen 03:00 Uhr nachts verabschiedeten wir uns von unseren lieben Hebammen und huschten überglücklich ins  Familienbett, wo die große Schwester ihre sehnlichst erwartete kleine Schwester begrüßte. Friedlich und voller Dankbarkeit  schliefen wir ein.

 

 


 

 

Erfahrungsbericht Tanja, Zweites Kind

 

Eigentlich wollten wir nie eine Hausgeburt...Mein Mann und ich sind eher konservativ eingestellt- ein Baby kommt im Krankenhaus zur Welt. Ich war auf der Suche nach einer Wochenbettbetreuung für die Zeit nach der Geburt meines zweiten Kindes. Bei meiner Google-Recherche fand ich Nicoles Homepage und rief sie an. Bei unserem ersten Treffen in ihrer Praxis bot sie mir an auch die Schwangerenvorsorge zu übernehmen um uns ein wenig besser kennen zu lernen. Ich wechselte also immer wieder zwischen meiner Frauenärztin und Nicole ab. In den Gesprächen mit Nicole wurde auch immer wieder die Geburt meiner Tochter vor dreieinhalb Jahren thematisiert und mir fiel auf, dass meine bis dahin als ganz gut empfundene Geburt nicht ideal lief. Aufgrund systembedingt starrer Abläufe der Klinik wurde bei mir beispielsweise die Nachgeburt “eingeleitet”, bzw. durch mechanische Einwirkung geholt und ich hatte starke Nachblutungen. In der zähen Eröffnungsphase fühlte ich mich nach vielen Stunden irgendwann völlig überfordert und hilflos. Am Ende brauchte ich Schmerzmittel, um durchzuhalten. Da man unerfahren war, glaubte man, dass diese Gefühle und auch die Blutungen normal seien und da jede Frau durchmüsse. 

Da meine größte Sorge wieder die Eröffnungsphase war bot uns Nicole eine Wehenbegleitung an. Bei dem Aufklärungsgespräch lernte auch mein Mann Nicole kennen und wir sprachen für den Notfall auch über eine Hausgeburt. Wir wollten eigentlich in jedem Fall im Krankenhaus entbinden, da wir kein Risiko eingehen wollten und auch vor der Sauerei zu Hause Bedenken hatten. Ich fragte, ob man nach einer Hausgeburt nicht einen Tatortreiniger bräuchte und Nicole lachte bloß und meinte, was wir denn vorhätten, wir würden doch nur ein Kind gebären?! Das widersprach völlig unseren Erfahrungen aus dem Kreissaal...Nicole drängte uns in dem Gespräch überhaupt nicht und doch blieben einige Dinge hängen. Wenige Tage später meinte mein Mann dann, dass er sich eine Hausgeburt gut vorstellen könne. Die 1 zu 1 bzw. später sogar 2 zu 1 Betreuung würden wir in keinem Krankenhaus bekommen, da überall Personalmangel herrsche und er hoffte, dass sich dadurch die Dauer der Geburt deutlich verkürzen und am Ende für mich angenehmer sein würde. Daraufhin recherchierten wir viel über die Risiken und Vorteile und am Ende war auch ich überzeugt. Wir machten die Entscheidung aber dabei sehr von Nicole abhängig. Wenn sie keine Zeit hätte, würden wir trotz Ersatzhebamme ins Krankenhaus fahren.

Nach wochenlangen Vorwehen und regem Austausch mit Nicole hatte ich dann eines Abends endlich einen Blasensprung und Wehen. Ich rief Nicole an und sie kam sofort. Drei Stunden später war mein Sohn schon auf der Welt. Es war nicht leicht, aber ich bekam Unterstützung, wenn ich es brauchte und hatte kein einziges Mal das Gefühl hilflos zu sein. Wir hatten tatsächlich die Geburt, die uns Nicole „versprochen“ hatte. Ich hatte viel mehr Kraft und Zuversicht als bei meiner Tochter damals und wirklich keine Sauerei zu Hause :)

Auch im Wochenbett und einige Zeit später stand uns Nicole mit Rat und Tat zur Seite. Wir waren erstaunt, wie viel man noch beim zweiten Kind lernen kann. Nicoles liebevolle Art mit unserer dreijährigen Tochter war ein zusätzliches Geschenk. 

Am Ende bleibt das Gefühl, die Geburt selbst, ohne Einwirkung von außen, geschafft zu haben und dafür sind wir Nicole unendlich dankbar!

 

 


Hausgeburtsbericht Rebekka aus Steinheim, Juli 2020

 

Nachdem meine Cousine mir von ihren beiden Hausgeburten erzählt hat, war mein Interesse schon lange vor der Schwangerschaft geweckt.
Als dann ein halbes Jahr nach unserer Hochzeit der positive Schwangerschaftstest auf dem Tisch lag und mein Mann voll hinter mir stand war für uns klar: wenn medizinisch nichts dagegen spricht wollen wir unser Kind in gewohntem Umfeld, mit Menschen denen wir vertrauen und einer entspannten Atmosphäre auf der Welt begrüßen!

Die negativen Reaktionen darauf waren erschreckend: Waaas? Beim ersten Kind? Seid ihr euch sicher? Dieses Risiko! Wollt ihr euch das wirklich antun? 
Unser Entschluss stand fest und obwohl wir das auch sehr gut Begründen konnten, mussten wir mit den Konfrontationen bis zum Ende der Schwangerschaft umgehen. 

Nur, weil wir beide sehr schwer aus der Ruhe zu bringen sind und ein dickes Fell (bzw. einen Dickschädel haben - wir sind beides Löwen ) haben wir uns dadurch nicht beeinflussen lassen.

Eine Hebamme zu finden, ist ja generell schon schwer. Aber eine Hausgeburtshebamme zu finden ist normalerweise noch schwerer. Wir hatten unglaubliches Glück, dass eine Bekannte meines Mannes, die gelernte Kinderkrankenschwester ist, sich gerade als Hausgeburtshebamme selbständig gemacht hatte.

Ich machte die gesamte Schwangerschaftsvorsorgen bereits bei ihr und ging nur zu den 3 Ultraschallterminen zum Frauenarzt. So konnten wir uns richtig gut kennenlernen und es entstand ein vertrautes, freundschaftliches Verhältnis.

Die Schwangerschaft war komplikationslos. Ich hatte bis auf Ischiasschmerzen keinerlei Probleme und konnte bis zur 37 SSW regelmäßig Sport machen. An der Stange beim Pole Dance, war ich bis zum 6. Monat und ausreiten bis zum 7. Monat.
Auch hier haben viele gemeint, das wäre viel zu gefährlich in meinem Zustand. 

Aber ich habe auf meinen Körper vertraut. 
Solange ich mich gut dabei fühlte sprach aus meiner Sicht auch nichts dagegen. Bei beiden Sportarten kam dann tatsächlich der Punkt, andem ich mich einfach nicht mehr wohlgefühlt habe.
Anschließend habe ich Schwangerschaftsgymnastik und Yoga gemacht. Auf Grund Corona hauptsächlich über Zoom und Youtube. 

Mein Mann fuhr von Sonntag bis Donnerstag nach Frankfurt zu einem Seminar. Ich war in SSW 38 und der Wäschekorb mit den Utensilien für die Hausgeburt seit einer Woche gepackt.
Wir hatten gehofft, dass sich das Baby noch etwas gedulden würde...aber kaum war Papa sonntags weg, kamen die ersten Wehen.

"Das war ja klar" dachte ich und war drauf und dran ihn wieder zurück zu rufen.
Aber nach Mitternacht waren die Abstände wieder kleiner und die Intensität ließ nach. ♀ Tagsüber war der Bauch ab und zu hart, aber nicht schmerzhaft.

Montag, Dienstag und Mittwochabend immer wieder das gleiche Spiel. Ab ca. 17 Uhr fingen die Wehen an und gegen Mitternacht schwächten sie dann wieder ab.
Mittwochs wollte ich den Trick mit der Badewanne ausprobieren.
Eine Freundin kam vorbei und spielte Bademeisterin.

Und tatsächlich...die Wehen gingen im warmen Wasser nicht weg. Die Abstände wurden sogar noch kürzer - sprach also eindeutig für Geburtswehen.
Ich rief meiner Hebamme an und sie meinte, ich würde die Geburt unterbewusst unterdrücken, da mein Mann nicht da wäre.

"So ein Quatsch" dachte ich...

Sie hatte wohl Recht, denn kaum war Donnerstag und mein Mann zurück, gingen die Wehen um Mitternacht nicht mehr weg...

Es war Donnerstag 16.07. ich lag mit meinem Mann auf der Couch und veratmete Wehen. Doch irgendwie merkte ich, dass die Wehen anders waren als die Abende zuvor. Ich

konnte irgendwann während der Wehen nicht mehr liegen und musste mich bewegen. Ich holte meinen Pezziball und hielt mich während der Wehen am Tuch fest.
Die Wehenabstände überwachte ich mit einer App. Die hatte die Abende davor aber schon ab und zu gesagt, ich solle ins Krankenhaus fahren weil die Abstände zu kurz waren. 

Diesmal sagte mir aber mein Gefühl um Mitternacht, dass ich jetzt lieber mal die Hebamme anrufen sollte.
Sie machte mir Mut und meinte ich solle genauso weitermachen, in den verschiedenen Positionen. Wenn ich das Gefühl hätte, dass ich sie bräuchte sollte ich mich nochmal melden. Sie wäre dann in 10min da.

Mein Mann ging ins Bett. Ich legte mich kurz dazu um dann aber gleich zu merken, dass liegen wirklich nicht mehr angenehm war.
Ich legte im Wohnzimmer meine Geburts-Playlist auf, machte Kerzen an und tigerte durch das Haus.

Um 3.40Uhr war der Punkt erreicht. Jetzt wurde es ernst. Unser kleines Wunder hatte sich auf den Weg gemacht
Wir wussten übrigens noch nicht ob Bub ♂ oder Mädel ♀. Es hatte sich bei den Ultraschallterminen immer geschickt weggedreht.

Die Abstände waren bei ca. 3min und so intensiv, dass ich kaum mehr sprechen bzw. singen konnte.
Ich weckte meinen Mann und rief die Hebamme an.
Um 4 Uhr schob mein Mann sich eine Pizza in den Ofen Er meinte: Wer weiß wann ich das nächste Mal was bekomme.

Ich ließ mich anstecken und machte mir ein Fleischsalat-Brot.
Die Atmosphäre war total entspannt. 
Die Hebamme breitete ihre Utensilien aus , schrieb ihren Bericht und beobachtete mich. Mein Mann massierte mir das Kreuzbein während der Wehen und als ich um ca. 7 Uhr auf der Toilette war, blutete ich etwas. Ein gutes Zeichen. Am Muttermund tat sich was.

Also untersuchte mich die Hebamme und der Muttermund war bis auf einen kleinen Saum vollständig geöffnet.
Sie verständigte die 2. Hebamme und ich wollte nun in unsere Whirpoolwanne.
Das tat gut! Die Wehen waren gleich viel angenehmer im warmen Wasser.

Ich dachte wenn jetzt die zweite Hebamme kommt, kann es nicht mehr lange dauern bis wir den kleinen Wurm in den Armen halten würden.
Aber damit lag ich leider falsch...

Ich wollte während der gesamten Geburt positiv gestimmt sein und das hat auch gut funktioniert. Jetzt im Nachhinein würde ich sagen es war meine Traumgeburt. So anstrengend sie auch war , die Hormone haben mich viel vergessen lassen. (Oder die Stilldemenz )

Als die zweite Hebamme eintraf sagten sie mir, dass das Baby sich nicht ins Becken eindrehen wolle. Wir müssten ein bisschen "Arbeiten" um es durchs Becken zu schunkeln. 
Also musste ich während der Wehen abwechselnd die Beine auf den Stuhl stellen, das Becken am Tuch hängend kreisen oder im Storchenschritt durch die ganze Wohnung laufen.􏰁

Anschließend durfte ich wieder in die Wanne.

Die Fruchtblase war noch nicht geplatzt und der Druckschmerz unter der Wehe, am Kreuzbein war enorm.
Ich bat darum, ob die Hebamme nicht etwas beim Öffnen nachhelfen könnte und sie erzeugte bei der nächsten Wehe einen leichten Gegendruck mit dem Finger->die Blase gab nach.

Sofort war auch der Druck nicht mehr so stark. Das war erst um 11.20Uhr wie ich nachher im Geburtsbericht gelesen hatte. Mein Zeitgefühl war während der Geburt gleich Null.

Trotz, dass nun Fruchtblase und Muttermund offen waren tat sich 1,5 Stunden kaum was am Köpfchen. Das hatte sich im Becken festgesetzt. (Auch ein Dickschädel )

Als die Hebamme mir "androhte" dass ich wieder aus der Wanne solle und wir es mit einer speziellen Technik probieren würden das Köpfchen einzudrehen (Kerze zurück in die Gebärmutter ->herabschauender Hund neu Anlauf nehmen) habe ich innerlich vermutlich rebelliert denn die nächste Wehe, war eine kraftvolle Presswehe.

In der Badewanne waren diese aber nicht so erfolgreich wie erhofft und ich musste doch wieder raus.
Langsam war ich mit meinen Kräften wirklich am Ende. Ich hatte wohl mehrmals gesagt, dass ich nicht mehr kann und doch gab ich nicht auf.

Ich redete mir innerlich zu: Dein Körper ist dazu geschaffen ein Kind zu gebären...du willst auf keinen Fall ins Krankenhaus, das ziehst du jetzt durch!!!

Mein Mann saß neben der Badewanne auf einem Geburtshocker, ich nahm rücklings auf ihm Platz. Eine Hand um seinen Nacken gelegt, eine gegen die Wand und beide Beide in den Boden gestemmt. Nun hatte ich enorme Kraft zu pressen.
Weil ich mein Baby endlich kennenlernen wollte, habe ich auch nach der Wehe weiter gepresst so, dass das Köpfchen die letzte Kurve noch bekommen kann.

Beide Hebammen ermahnten mich aufzuhören zu pressen und schön langsam zu machen. Aber meine Geduld war am Ende angelangt.
Daraufhin nahm mich die eine Hebamme, auf der Toilette sitzend, auf den Schoß und kreuzte die Arme vor meinem Bauch.

Ich bemerkte, dass die andere Hebamme bereits warme Handtücher aus dem Backofen geholt (für meinen schwäbischen Ehemann war das Schlimmste, dass der Backofen so lange lief ) und Abnabel-Utensilien bereitgelegt hatte....also Endspurt 

Sie untersuchte mich noch ein letztes Mal und sagte ich hätte am Kreuzbein viel Platz und solle mich drauf konzentrieren, das Kind in Richtung Kreuzbein zu pressen.
Ich war immer der Meinung, pressen geht einfach so wie beim großen Geschäft ...aber bei der nächsten Wehe konzentrierte ich auf das Kreuzbein und die Hebamme auf deren Schoß ich saß drückte mit den überkreuzten Armen etwas gegen den Bauch...und ZACK
 schoss das Baby um 13.04Uhr, in einem Affenzahn, der vor mir knienden Hebamme in die Arme.

Es schrie gleich mit einem ungeheuer lauten Organ los und ließ sich erst nach 5min in meinen Armen beruhigen.
Es hatte eine ordentliche Beule am Kopf dort wo es im Becken fest hing. Das fiel mir direkt auf.
Mein Mann hatte mit der Hebamme auf der Toilette die Plätze getauscht und saß nun hinter mir.
Neugierig auf das Geschlecht, lugten wir beide unter das Handtuch ---> ein Junge 

OLIVER - 3340g - 52cm

Wir sind unendlich glücklich diese Hausgeburt ohne irgendwelcher Eingriffe und Medikamente durchgezogen zu haben und würden es jederzeit wieder tun. (trotz hoher Stomrechnung bzgl. des Backofens

Der größte Dank geht an die zwei Hebammen welche mich ununterbrochen motiviert und gestärkt haben und natürlich an meinen Mann.